🇮🇹 Italiano | 🇬🇧 English | 🇪🇸 Español | 🇩🇪 Deutsch

Geschichten

Geschichten entstehen aus Menschen, Orten und der Zeit, die sie durchleben.

In diesem Bereich finden Erzählungen, Hintergrundgeschichten und Gedanken über die Ereignisse Platz, die eine Familie und eine Epoche geprägt haben.

Interview mit der Autorin von Sogni, comunisti e altri disastri

Hinter den Kulissen von «Dreams, communists and other disasters»: ein Interview mit der Autorin

Ein Interview über das Buch, Kindheitserinnerungen und die Leben, die wir hätten leben können.

Woher kommt Lidia? Wie viel von der Autorin steckt in dem Mädchen im Mittelpunkt der Geschichte? Und warum finden sich neben den Erinnerungen an die Kindheit auch Träume und alternative Lebenswege in dem Buch? Wir haben mit der Autorin darüber gesprochen.

Il Mazarol

Il Mazarol (auf Italienisch)

Eine Geschichte von Natalino Merotto, 2000

Der Mazarol wird er als kleines Wesen des Waldes beschrieben, scheu und geheimnisvoll, mit langem Bart und langen Haaren, einem roten Spitzhut und einem schelmischen und unberechenbaren Charakter.

Die hier vorgestellte kleine Geschichte wurde 2000 von Natalino geschrieben und gibt die Stimme des Mazarol selbst getreu wieder. Er erzählt von seiner Begegnung mit den Mitgliedern des Vereins "La via dei Mulini – Al Mazarol" und von seinem Widerstand gegen den erzwungenen Umzug vom alten in das neue Vereinslokal.

Präsentation von Il parco della contessa

Die Präsentation von Il parco della contessa

12. August 2026, Cison di Valmarino

Präsentation von Il parco della contessa

Präsentation von Il parco della contessa

Eine Familiengeschichte, ein StĂĽck Heimat, die Erinnerung an eine Epoche.

Am 12. August 2026 findet in Cison di Valmarino die Präsentation von Il parco della contessa statt, dem Roman meines Vaters Natalino: eine unvollendete Geschichte, die ich nach seinem Tod beschlossen habe, zu Ende zu schreiben und zu teilen.

Natalino liebte es zu lesen, zu schreiben und Geschichten zu erzählen. Er war Lehrer, begeisterte sich für Kultur und Erinnerung und vereinte durch seine Figuren viele Dinge, die ihm wichtig waren: das Venetien seines Lebens, die Schule, soziales Engagement, Freundschaft, Ideale und die Widersprüche einer Generation. Il parco della contessa spielt in der Provinz Treviso der 1970er-Jahre und ist ein realistischer und nostalgischer Roman, bevölkert von gewöhnlichen Menschen und kleinen großen Geschichten. Denn wie Emmanuel Carrère gesagt hat: Wenn man die Geschichte einer Familie erzählt, erzählt man am Ende oft auch die Geschichte eines Jahrhunderts. Ich habe versucht, die Stimme meines Vaters zu bewahren und den Roman anhand seiner Notizen und der Gespräche zu vervollständigen, die wir über die Handlung und die Figuren geführt hatten. Es war eine Arbeit der behutsamen Bewahrung, aber vor allem eine Möglichkeit, diese Geschichte ihre Reise fortsetzen zu lassen. Ich freue mich darauf, euch im August zu sehen und gemeinsam darüber zu sprechen.

Veranstaltungsplakat herunterladen

Il parco della contessa

Wenn ein Ort unser Leben verändert

Ist es euch schon einmal passiert, dass ein Ort euer Leben verändert hat? Oder dass, wenn alles auseinanderbricht, ein unerwarteter Ort euch mit Menschen zusammenführt, die zu eurem Neuanfang werden?

Nach einem Verrat muss Giovanni ganz von vorne anfangen. Und der Ort, der ihn rettet, ist nicht der, den er erwartet hätte.

Manchmal denken wir, dass wir unser Leben selbst aufbauen müssen, indem wir seine einzelnen Teile auswählen: eine Ehe, einen Beruf, Freunde, einen Ort.

Und doch sind es in den schwierigsten Momenten manchmal unerwartete Orte und Menschen, die uns einen anderen Weg zeigen. Und uns lehren, die Welt mit neuen Augen zu sehen.

Giovanni findet im Park einer Gräfin, die ihm ihre Hilfe anbietet, nicht nur einen Ort zum Leben, sondern auch neue Menschen und eine nicht ganz konventionelle Art, Vater zu sein.

Und ihr? Gibt es einen Ort, der euch irgendwann in eurem Leben verändert hat?


Giovannis Geschichte wird in Il parco della contessa erzählt.

Donata R. Gai

Eine Frau, eine Ärztin, eine Epoche

Wenn mein Vater die Welt erzählte, durchlebte meine Mutter sie jeden Tag, in einem Beruf, der Anfang der 1970er-Jahre in der Provinz noch zutiefst von Männern geprägt war.

Sie war Ärztin. Eine Frau.

Und das war damals keine Nebensache. Es war eine Position, die sie sich jeden Tag neu erkämpfen musste, in einem Umfeld, das nicht immer bereit war, sie als das anzuerkennen, was sie war: eine Fachfrau, eine Frau.

Ihr Buch entstand aus dieser Erfahrung — aus diesem konkreten und alltäglichen Leben, aber auch aus all dem, was nicht in Berichten, Untersuchungen oder Krankenzimmern festgehalten wird.

In diesen Seiten steckt eine intime, persönliche Geschichte. Aber auch etwas Größeres: ein Blick auf eine Zeit, in der sich die Rolle der Frauen in der Medizin und in der Gesellschaft noch stark veränderte.

In Casa Donatalina erzählt jedes Buch eine andere Perspektive derselben Familiengeschichte. Und das Buch meiner Mutter ist vielleicht das „stillste“ — aber auch eines der tiefgründigsten.

Was meint ihr? Sind das auch heute noch aktuelle Themen?


Danis Geschichte wird in Quasi un romanzo erzählt.

Cover von Sogni, comunisti e altri disastri

Ein Zuhause fĂĽr Geschichten. Auch fĂĽr meine.

Casa Donatalina entstand, weil ich wollte, dass die Worte meines Vaters und meiner Mutter weiterleben und möglichst viele Menschen erreichen. Deshalb beschloss ich, ihre Bücher zu veröffentlichen, und gründete dafür kurzerhand einen eigenen Verlag.

Aber auch ich habe schon immer gerne gelesen und Geschichten geschrieben. Deshalb finden zwischen den Räumen von Casa Donatalina auch einige Worte Platz, die ich selbst geschrieben habe.

Sogni, comunisti e altri disastri entstand aus den Erinnerungen an eine Kindheit in den 1980er-Jahren: eine Zeit, in der große Ideale, politische Diskussionen, Ängste, Widersprüche und Fantasien sich in den Köpfen von Kindern auf unvorhersehbare Weise vermischten.

Es ist keine Geschichte darĂĽber, was richtig oder falsch war. Es ist eine Geschichte darĂĽber, wie wir die Dinge sahen, als wir klein waren: mit Aufrichtigkeit, Fantasie und einer guten Portion Verwirrung. Beim Wiederlesen dieser Geschichten fand ich sie amĂĽsant, und deshalb hoffe ich, dass sie euch auch gefallen werden.

Ich habe gesagt, dass Sogni, comunisti e altri disastri aus den Erinnerungen an eine Kindheit entstanden ist. Aber eigentlich beschränkt sich das Buch nicht darauf: Die Geschichte entwickelt sich mit dem Alter der erzählenden Stimme weiter und beginnt, die Folgen nicht getroffener Entscheidungen und mögliche alternative Lebenswege zu erkunden.

Ich bin von meiner eigenen Lebenserfahrung ausgegangen, aber dann hatte ich viel Freude daran, Realität und Träume miteinander zu vermischen, mögliche Entwicklungen zu erfinden und neue Richtungen einzuschlagen.

Schließlich hat Umberto Eco geschrieben: „Wer nicht liest, wird mit 70 Jahren nur ein einziges Leben gelebt haben: sein eigenes. Wer liest, wird 5000 Jahre gelebt haben.“

Und so können wir, die wir lesen — und schreiben —, mehrere Leben leben.

Ich wollte, dass mein Buch auch Menschen erreichen kann, die kein Italienisch sprechen. Nachdem ich mich also als Schriftstellerin und Verlegerin versucht hatte, wagte ich mich auch als Ăśbersetzerin vom Italienischen ins Deutsche!

Und ihr? Was war etwas Seltsames, Lustiges oder völlig Falsches, von dem ihr als Kinder überzeugt wart, dass es wahr sei? Und welche alternativen Leben hättet ihr gerne gelebt?


Entdecke Sogni, comunisti e altri disastri im Bereich BĂĽcher.